Social Media und Vorstellungsgespräch: Was Arbeitgeber finden
Arbeitgeber googlen dich
Laut einer Bitkom-Studie sucht ein großer Teil der Personalverantwortlichen Bewerber online – auf Google, Instagram, TikTok oder LinkedIn. Das ist kein Spionieren, sondern Alltag im Bewerbungsprozess.
Die Frage ist nicht, ob du online zu finden bist, sondern was gefunden wird.
Dein Online-Profil aufräumen
Schritt 1: Google dich selbst
Gib deinen Namen in Anführungszeichen in Google ein. Schaue dir die ersten zwei Seiten an. Was kommt hoch?
Schritt 2: Peinliches entfernen
- Alte Posts mit problematischem Inhalt löschen
- Partyfotos oder unangemessene Bilder entfernen
- Kommentare prüfen, die du auf anderen Profilen hinterlassen hast
Schritt 3: Privatsphäre-Einstellungen
- Instagram und TikTok: Profil auf „privat” stellen, wenn du dir unsicher bist
- Facebook: Alte Beiträge einschränken (Einstellungen → Privatsphäre)
- Google: Veraltete Ergebnisse zur Löschung beantragen
- Was Arbeitgeber datenschutzrechtlich dürfen, erklärt der Bundesbeauftragte für Datenschutz (BfDI)
Schritt 4: Positiv auffallen (optional)
- Ein gepflegtes LinkedIn-Profil zeigt Professionalität
- Ein öffentliches Hobby-Profil (z. B. Fotografie, Sport) kann sympathisch wirken
- Ein eigener Blog oder Portfolio kann Pluspunkte bringen
Fragen im Gespräch
„Nutzen Sie Social Media?”
Ehrlich sein. Fast jeder nutzt Social Media. Nenne ruhig Plattformen, die du nutzt, und betone, dass du sie bewusst und verantwortungsvoll einsetzt.
„Was posten Sie so?”
Kurz und neutral: Hobbys, Reisen, Freunde. Vermeide Themen, die kontrovers wirken könnten. (Wie du Hobbys im Gespräch richtig erwähnst: Hobbys und Freizeit)
„Kennen Sie unsere Social-Media-Kanäle?”
Falls ja: Erwähne einen konkreten Post oder Inhalt. Falls nein: Sei ehrlich, aber zeige Interesse: „Noch nicht im Detail, aber das werde ich mir auf jeden Fall anschauen.”
Die wichtigste Regel
Poste nichts, was du nicht deiner Oma oder deinem zukünftigen Chef zeigen würdest. Was einmal online ist, lässt sich schwer vollständig entfernen.
Und im Gespräch gilt: Zeige, dass du Social Media bewusst nutzt – das reicht völlig aus. (Für den nächsten Schritt lohnt sich der Artikel Die 5 Phasen des Vorstellungsgesprächs.)
Das Gespräch trotzdem üben
Online-Profil gecheckt? Dann kommt der nächste Schritt: das eigentliche Gespräch üben. Mit vorstell.bar simulierst du ein vollständiges Vorstellungsgespräch – inklusive Feedback zu deinen Antworten.
Jetzt übenQuellen & Weiterführendes
- Bewerbung: Mit Social Media ins Abseits – oder zum Traumjob | Bitkom Studie Bitkom e.V. Abgerufen am
- FAQ Beschäftigtendatenschutz | BfDI Offiziell Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) Abgerufen am
- Bewerbungsgespräch – Wikipedia Wikipedia Wikipedia Abgerufen am