Pflegefachmann/Pflegefachfrau (Ausbildung)
Was machen Pflegefachmann/Pflegefachfrau (Ausbildung)?
Pflegefachmann/-frau (Ausbildung) kümmert sich täglich um Menschen aller Altersgruppen und unterstützt sie bei der Bewältigung von Krankheit, Verletzung oder Alter. Dabei gehört das Planen und Dokumentieren der Pflege ebenso zum Alltag wie das Verabreichen von Medikamenten und das Anleiten von Hilfskräften. Zusätzlich steht die Beratung von Betroffenen und deren Familien im Fokus, um ihre Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten.
Wichtige Fähigkeiten
Wichtige Schulfächer
Fächer wie Biologie vermitteln wichtige Grundlagen über den menschlichen Körper und Krankheiten, die im Pflegealltag gebraucht werden. Deutsch unterstützt bei Kommunikation mit Patienten und Dokumentation. Werken kann hilfreich sein, um praktische Fähigkeiten zu entwickeln, die im Ausbildungsalltag gebraucht werden.
Tätigkeitsfeld
Beispiel-Vorstellungsgespräch
So könnte dein Gespräch als Pflegefachmann/Pflegefachfrau (Ausbildung) mit vorstell.bar aussehen.
Vorstellungsgespräch als Pflegefachmann/Pflegefachfrau (Ausbildung): Fragen & Vorbereitung
Im Vorstellungsgespräch zur Ausbildung als Pflegefachmann/Pflegefachfrau will dein Betrieb sehen, dass du Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Interesse an Menschen mitbringst. Rechne mit Fragen zu deinen Erfahrungen, deiner Motivation und wie du mit Herausforderungen umgehst.
Typische Interviewfragen
- Erzähl mal ein bisschen über dich und was dir an der Ausbildung zur Pflegefachkraft wichtig ist.
- Was war bisher die größte Herausforderung für dich, wenn du mit anderen Menschen zusammengearbeitet hast?
- Welche schulischen Fächer oder Themen liegen dir besonders gut, und in welchen Bereichen musstest du dich eher anstrengen?
- Wenn du in einem Fach mal nicht sofort mitkommst, wie gehst du dann damit um?
- Hast du noch Fragen an mich?
- Welche praktischen Erfahrungen hast du schon gemacht und was hast du dabei über dich gelernt?
- Was genau hast du in deinem Praktikum gemacht und was war dabei für dich am interessantesten?
- Was glaubst du, braucht man in der Pflege besonders, wenn man mit unterschiedlichen Menschen und Belastung umgehen muss?
- Wie würdest du reagieren, wenn ein Mensch in deiner Betreuung ungeduldig oder schwierig wird?
- Was würdest du machen, wenn du in einer Situation unsicher bist und Unterstützung brauchst?
- Wie gehst du mit Kritik um, wenn dir jemand im Team sagt, dass etwas anders besser gewesen wäre?
- Wie gehst du damit um, wenn es im Team unterschiedliche Meinungen gibt?
Starke vs. schwache Antwort
Erzähl mal ein bisschen über dich und was dir an der Ausbildung zur Pflegefachkraft wichtig ist.
Ja, also ich bin 18 und hab meinen Realschulabschluss. Mir ist wichtig, dass der Beruf vielseitig ist und man mit Menschen zu tun hat. Ich finde das ganz interessant und will einfach mal was Praktisches machen.
Ich bin 18 Jahre alt und habe meinen Realschulabschluss gemacht. Mir ist an der Ausbildung wichtig, dass sie abwechslungsreich ist und ich täglich mit Menschen arbeiten kann. Ich möchte gerne praktisch arbeiten und dabei helfen, anderen Menschen den Alltag zu erleichtern.
Die starke Antwort zeigt echtes Interesse am Beruf, gibt einen Bezug zur täglichen Arbeit und betont den Wunsch, anderen zu helfen.
Welche praktischen Erfahrungen hast du schon gemacht und was hast du dabei über dich gelernt?
Also, ich hatte mal ein kurzes Schulpraktikum, da hab ich ein bisschen reingeschnuppert. War ganz okay, hab gemerkt, dass ich eigentlich ganz gut mit Leuten klarkomme. Mehr so grob, aber ja, das hat mir schon gefallen.
Ich habe ein Schulpraktikum in einer Pflegeeinrichtung gemacht, wo ich bei der Betreuung von Bewohnern geholfen habe. Dabei habe ich gelernt, dass ich gut auf Menschen eingehen kann und es mir Freude macht, sie zu unterstützen. Das hat mich darin bestärkt, diesen Beruf zu wählen.
Die starke Antwort ist konkreter, nennt Beispiele und zeigt, was du aus der Erfahrung mitgenommen hast.
Was genau hast du in deinem Praktikum gemacht und was war dabei für dich am interessantesten?
Ja, also ich hab da halt ein bisschen bei der Betreuung geholfen und so, mehr so Grundsachen. Am interessantesten fand ich eigentlich, dass man mit den Leuten viel zu tun hat und wie unterschiedlich das alles ist. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
Im Praktikum habe ich die Bewohner beim Essen unterstützt, Gespräche geführt und bei kleinen Aktivitäten geholfen. Besonders spannend fand ich, wie unterschiedlich die Bedürfnisse der Menschen sind und wie wichtig es ist, individuell auf sie einzugehen.
Die starke Antwort beschreibt konkrete Tätigkeiten und hebt hervor, was dich besonders interessiert hat.
Worauf Ausbilder bei Pflegefachmann/Pflegefachfrau (Ausbildung) achten
- Freundlichkeit: Du begrüßt offen, antwortest höflich und bleibst auch bei schwierigen Fragen freundlich.
- Selbstbewusstsein: Du sprichst ruhig, formulierst klar und gibst auch bei Unsicherheiten ehrliche Antworten.
- Klarheit: Deine Antworten sind strukturiert, du gibst Beispiele und erklärst deine Gedanken nachvollziehbar.
- Vorbereitung: Du kennst Aufgaben und Anforderungen der Ausbildung und bringst eigene Erfahrungen ein.
- Teamfähigkeit: Du schilderst, wie du mit anderen zusammenarbeitest und auf unterschiedliche Meinungen eingehst.
Häufige Fehler im Gespräch
- Zu allgemein oder unkonkret antworten, ohne Beispiele zu nennen.
- Keine eigenen Fragen stellen und wenig Interesse zeigen.
- Unsicher oder zögerlich wirken, ohne eigene Stärken zu nennen.
- Unvorbereitet ins Gespräch gehen und wenig über die Ausbildung wissen.
- Schwierige Situationen oder Herausforderungen nur oberflächlich beschreiben.
„Warum dieser Beruf?" – so antwortest du überzeugend
- Du arbeitest direkt mit Menschen aller Altersgruppen und kannst ihnen im Alltag helfen.
- Die Aufgaben sind abwechslungsreich: von Pflege über Beratung bis zur Organisation.
- Du übernimmst Verantwortung und trägst zur Gesundheit und Lebensqualität anderer bei.
- Die Ausbildung bietet viele Möglichkeiten für Weiterbildung und beruflichen Aufstieg.
Häufige Fragen
Welche Fragen kommen im Vorstellungsgespräch als Pflegefachmann/Pflegefachfrau (Ausbildung)?
Es geht oft um deine Motivation, praktische Erfahrungen, deine Stärken, Umgang mit Herausforderungen und Teamarbeit. Auch Fragen zu Arbeitszeiten und zum Berufsalltag sind typisch.
Welche Eigenschaften sind in der Pflege besonders wichtig?
Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, psychische Stabilität, Verschwiegenheit und Sorgfalt sind besonders gefragt.
Wie lange dauert die Ausbildung und welchen Abschluss brauche ich?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und du brauchst in der Regel einen mittleren Bildungsabschluss.
Welche Aufgaben habe ich während der Ausbildung?
Du pflegst und betreust Menschen, planst und dokumentierst Pflege, führst ärztliche Anweisungen aus und berätst Patienten sowie Angehörige.
Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?
Im ersten Jahr bekommst du etwa 1.491 € brutto pro Monat, im zweiten Jahr 1.552 € und im dritten Jahr 1.653 € (nach TVAöD-Pflege).
Wie kann ich mich gut auf das Gespräch vorbereiten?
Informiere dich über den Beruf, überlege dir Beispiele aus Praktika oder Schule, übe klare Antworten und bereite eigene Fragen an den Betrieb vor.
Vergütung während der Ausbildung
Die Zahlung einer Ausbildungsvergütung ist durch Gesetz verbindlich vorgeschrieben. Während einer Ausbildung bei einem Ausbildungsträger, der unter den Geltungsbereich eines Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes fällt, erhalten die Auszubildenden beispielsweise folgende Ausbildungsentgelte (monatlich brutto): 1. Ausbildungsjahr: 1.491 € 2. Ausbildungsjahr: 1.552 € 3. Ausbildungsjahr: 1.653 € Quelle: Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes - Allgemeiner Teil und Besonderer Teil Pflege (TVAöD-Pflege) Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.
Karrierewege nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung eröffnen sich vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten, etwa als Fachkraft für Spezialgebiete wie Geriatrie oder Intensivpflege. Auch ein Studium im Bereich Pflegewissenschaften oder Gesundheitsmanagement bietet Wege, um Verantwortung und Leitung zu übernehmen.
Herausforderungen im Beruf
Der Beruf verlangt körperliche und emotionale Belastbarkeit, weil Pflege oft auch mit Stress und sensiblen Lebenssituationen verbunden ist.